Freitag, 18.05.2012 12:53 Uhr

Eine kostenlose Zeitreise in Mittelalter bot Pro History

Verfasser: Mike Sullyvan Mainz-Kastel, 05.05.2011, 21:41 Uhr
Presse-Ressort von: Sullyvan Promotion 2000 Bericht 4726x gelesen
Lagertreiben beim Mittelaltermarkt
Lagertreiben beim Mittelaltermarkt  Bild: Mike Sullyvan

Mainz-Kastel [ENA] „Seyd gegrüßet beim mittelalterlichen Spectaculum“ - so lautete das Motto des 4. Mittelaltermarktes, den die Agentur für Historische Themenfeste „PRO-HISTORY“ an diesem Osterwochenende in Mainz Kastel , rund um die "Reduit Kaserne " veranstaltete.

Die Reduit-Kaserne ist ein, von dem deutschen Fürstentum 1830 erbautes Bollwerk gegen den Einmarsch der Franzosen, an Ostern konnte man hier eine Reise ins Mittelalter antreten. Petrus war den Veranstaltern und Beteiligten hold und erfreute alle mit Kaiserwetter und strahlendem Sonnenschein. Der Herold „Carolan Lieb“ von Pro-History hat mit einem langanhaltenden Ton aus der Busine, einem mittelalterlichen Musikinstrument ähnlich einer Fanfare, die kostenlose Zeitreise ins Mittelalter eröffnet. Oft hörten Ihn die Besucher, die teils gewandet und teils in „fremdartiger“ Kleidung erschienen waren, rufen : „Ihr dürft euch zerreißen und aufteilen, vor den Mauern könnt Ihr die Falknerschule besuchen,

auf der Bühne die Künstler mit eurem Jubel belohnen!“ Vor den Toren der Kaserne konnte sich jeder Besucher gegen einen kleinen Obolus auch einmal als Falkner fühlen und einen der wunderbaren Greifvögel auf seiner Faust tragen. Zahlreiche Burgfräulein, Landsknechte, Gaukler, Ritter und Edelleute folgten dem Ruf des Herolds und verwandelten die alte Kaserne in einen mittelalterlichen Marktplatz. Für das leibliche Wohl sorgte so mancher Gaumenschmaus wie Spanferkel am Spieß, Mutzenfleisch, sowie Vegetarisches, auch eine „HANFWURST„ gab es zu probieren: eine Bratwurst mit Hanfsamen und ähnlichen Zutaten gewürzt. Auch die Waidmänner boten Ihre Speisen feil, so gab es außer Jägerspießen noch Hirsch- und Wildschweinbratwurst.

die Wollhex
So wurde Papier hergestellt
Gaukler unterhielten die Gäste
trommelburg von SKALDEN

So flossen in der Grafentaverne Metbier und belgischer Honigwein. „Alkoholix„, die größte Taverne am Markt, bot Met mit Bier und verschiedenen Fruchtsäften und außerdem verschiedene Metsorten an, so dass es nach jedem Geschmack und Gefallen zu Trinken und zu Essen gab. Für die Unterhaltung sorgten neben den Musikern, wie „TrRollheimen„ aus Paderborn, „Dreykant„ aus dem Raum Wiesbaden, dem „Trio Koboldix„ nicht zuletzt auch die Brandenburger Formation „Satolstelamanderfanz“ und die „Skalden“ mit ihrem mittelalterlichen Repertoire, die am Samstagabend den geneigten Zuschauern so richtig mit Ihren wuchtigen Trommelburgen, Marktsackpfeifen und Bauchtrommeln mit mittelalterlichen Rhythmen einheizten.

schwein am spieß
vegetarishes
Hanfwurst

Zur Untermalung der Musikdarbietungen fand sich an allen Tagen die Gruppe „Mahsati –Baysan" aus Büttelborn ein, die mit anmutigen Bewegungen und farbenfrohen Gewändern eine auf orientalischen Wurzeln aufgebaute Tanzdarbietung mit dem Namen „Tribal-Dance“ darboten. Als Gäste kamen auch die Spielleute „Lissyviggeen„ die mit Keltischer Musik, geigen und Gesang unterhielten, zum Zuge. Neben dem Bogenschießen für Kinder, dem Axtwerfen, dem Geisterschiessen zeigten einige Rittersleute Ihre Kunst im Zweikampf mit den Schwertern, sodass manchem Zuschauer der Atmen stockte zum ausgleich konnte man den leisen klängen eines Harfespielers lauschen. Handwerker aus allen Sparten boten Ihre Waren feil

Mahsati Baysan
kinder beim malen
. es kann nur einen geben . .

feil und ließen sich bei Ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Oder sie luden zum Mitmachen ein, wie z.B. beim Schmieden für Kinder, die sich hier im Schwingen des Schmiedehammers versuchen konnten. Gewandhändler gab es ebenso wie Kaffee oder Tee aus Marokko. Dattelschlepper, Stuhlflechter, eine Schuhmacherwerkstatt, Wollespinner und Seifenmacher demonstrierten ihre Fertigkeiten ebenso wie Parfumeure vielerlei Duftkreationen erzeugten. Auch eine Papierwerkstatt gabs. Dort konnte man lernen wie damals Papier geschöpft wurde. Beim Leuchten- und Laternenbauer ging so manchem ein Lichtlein auf und wer sich fragte, woher denn nun eigentlich sein Vorname stammt oder was er zu bedeuten hat,

der Scriptor . .
. . . seine arbeiten
schubladen öfnnendes schwein
kinderunterhaltung

fand bei Uwe Flemke dem Skriptor seine Antworten. Der Skriptor ließ die Besucher das Geheimnis ihres Namens entschlüsseln, damit sie ihre Seele entdecken. Wer auf die Fähigkeiten einer Kartenlegerin vertraute, hatte die Möglichkeit, in die Zukunft zu schauen. Perlenweber, Löffelschnitzer, Stuhlflechter legten ein überzeugendes Zeugnis ihrer Handwerkskunst ab. Quacksalber hatten – wie man weiß – im Mittelalter Hochkonjunktur. Für kleine und größere „Wehwehchen“ brachten Kräuter, Pillen, Salben und Tinkturen zumindest vorübergehende Linderung. Auch Kurioses war zu sehen – so sah man ein Schwein, das Schubladen und Vorhängeschlösser öffnen konnte.

mahsati-baysan
kobildix

Andere versuchten sich an einer Jakobsleiter und hofften ihr Gleichgewicht halten zu können, um die ausgelobten 20 Taler zu gewinnen. Doch was so einfach aussah, erwies sich am Ende als schwerer als gedacht und so kam es, dass keiner der Gäste es schaffte, dem Meister der Leiter die 20 Taler abzuluchsen. Wie auch im letzte Jahr konnte sich die Stiftung Bärenherz über einen Teil des Erlöses freuen und auch die Besucher spendeten eifrig für die Stiftung.

ritterspiele
Vesperstand
kleiner Mann ganz groß
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